Europameisterschaft in Pontevedra 2011
Seit die diesjährige Saisonplanung steht, freute ich mich auf dieses Rennen. Einerseits lag es vom Zeitpunkt her perfekt (3.5 Wochen nach dem Höhentrainingslager) und andererseits hatte ich gute Erinnerungen an Pontevedra (holte im 2009 meine erste Europacup-Medaille).
Nach dem tollen Rennen in Kitzbühel und mit der Startnummer 6 war ich sehr motiviert für einen super Wettkampf! Ich wusste, dass an diesem Wochenende viel möglich ist und ich ein Top-Resultat machen kann!
Als ich am Mittwoch vor der Abreise noch kurz in Aarau schwimmen war, stach mich eine Biene in den rechten Fuss. Ich reagiere allergische auf Bienenstiche und begann dann sofort mit einer Behandlung , damit der Fuss nicht zu sehr anschwellt. Leider vergebens – 24h nach dem Malheur hatte er fast die doppelte Grösse.... Ich hatte keine Chance mehr die Schuhe anzuziehen. Somit verbrachte ich die 2 Tage vor dem Rennen in meinem Hotelzimmer mit Fuss hochlagern, kühlen und beten, dass der Fuss noch rechtzeitig abschwellt. Am Freitag Nachmittag war dann plötzlich eine Besserung zu sehen und ich war zuversichtlich für das Rennen. Ich war mir sicher, dass der Fuss mich nicht behindern wird und ich durch die kleine „Zwangspause“ sogar noch besser erholt sein werde von Kitzbühel.
Jedoch schon auf den ersten Metern im Wasser fühlte ich mich komplett kraftlos. Ich war non-stop am Anschlag, auch auf dem Rad. Wir waren eine grosse Gruppe von ungefähr 40 Mädels, weshalb ich versuchte einfach ruhig mitzufahren und mich irgendwie zu erholen. Unser Start war um 12.30 und die Temperaturen stiegen und stiegen. Ich denke über die 35 Grad- Grenze... Medikamente, Sonne und Hitze vertragen sich bekanntlich ja nicht so gut. So wurde es mir dann auch ziemlich übel. Trotzdem wollte ich bis aufs Laufen dran bleiben und hoffte, dass sich mein Zustand noch verbessert. Leider vergebens. So gab ich das Rennen enttäuscht und kraftlos nach dem Radfahren auf. Ein schwieriger Moment.
Es ist schwer zu ertragen. Doch anscheinend sollte es nicht sein heute. Die Rennen gehen nun Schlag auf Schlag weiter und ich schaue nach Vorne. Meine Form stimmt und ich hoffe, in 3 Wochen in Hamburg wieder zuschlagen zu können!
Ein riesen Dankeschön und unser geniales Team! Coach Iwan und Dominik, Masseur René und Doc Patrick haben in den letzten 3 Tagen alles getan, um meinen Fuss wieder in Renn-Form zu bringen!!
Eure Melanie
